 Weiswampach – 911 Einwohner Weiswampach, Gemeindehauptort, gelegen am nördlichsten Zipfel des Luxemburger Landes, mit seinen Sektionen Beiler – Leithum – Binsfeld – Holler – Breidfeld, ist gekennzeichnet durch einen Höhenunterschied von 519 auf 450 Meter. Es liegt teilweise auf einem felsigen Hochplateau, umgeben von Misch-, Buchen- und Tannenwäldern, in denen die Schönheit der Natur oft noch in kraftvoller Ursprünglichkeit erhalten ist. Ausgedehnte wellenförmige Hochflächen sind durch Bäche und Flüsse angenagt und von unzähligen engen und tiefen Tälern durchzogen. Das ausgedehnte Wanderwegenetz lädt zu abwechslungsreichen Wanderungen mit herrlichen Aussichtspunkten ein. Seit der Schaffung von 2 künstlichen Seen hat die Ortschaft einen erheblichen touristischen Aufschwung erhalten. Der untere See ist während der Badesaison für einige Wassersportarten, wie Schwimmen, Tretbootfahren, Paddeln, Windsurfen, geöffnet. Der obere See ist den Anglern vorbehalten. Der Campingplatz mit seinen 276 Plätzen ist während der Sommersaison stets gut belegt. Die Einwohnerzahl von Weiswampach hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich vergrössert, sei es durch die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum (Wohnsiedlungen, Appartementhäuser) oder durch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen (Vergrösserung von Supermärkten, Errichten von Tankstellen und Bürohäusern). Auch die guten Verbindungswege zum nahen Grenzgebiet haben es mit sich gebracht, dass viele junge Familien ihren Wohnort nach Weiswampach verlegt haben. Durch die Errichtung eines neuen zentralen Schulgebäudes wurde mit dem Nachwuchs Rechnung getragen. Um auch die ökologische Seite zu berücksichtigen ist eine neue biologische Zentralkläranlage für 5.000 Einwohnergleichwerte errichtet worden. Somit kann die Lebensqualität der Dorfbewohner sowie der zahlreichen Touristen noch verbessert werden.
|   | Beiler / Leithum – 108 / 80 Einwohner Beiler-Leithum werden gewöhnlich in einem Atemzug genannt. Dennoch handelt es sich um zwei eigenständige, anderthalb Kilometer voneinander enfernt liegende Ortschaften. Die natürliche Landschaft dieser beiden bäuerlichen Dörfer vermag dem modernen Stadtmenschen etliches zu bieten. Grosse Waldflächen erstrecken sich zwischen Weiswampach und Leithum, zwischen Leithum und Ouren (B), wo das vom Menschen noch einigermassen unberührte Tal der Schibach sich der Our entgegen windet. Diese Ruhe und Schönheit der Natur kann man auf ausgedehnten Wanderwegen erleben. Bekannt ist Beiler auch durch seinen traditionellen Flohmarkt, bei dem sich Künstler, Sammler sowie Traktor- und Motorradliebhaber treffen und der jedes Jahr im Mai viele Besucher anzieht. |
|   | Binsfeld – 197 Einwohner Binsfeld hat sich im Laufe der Jahre zu einer touristisch interessanten Ortschaft entwickelt, besitzt aber nichts destoweniger einen ländlichen Reiz. Ein nach alter Tradition restauriertes Bauernhaus beheimatet heute das über die Grenzen hinaus bekannte Volkskunde- und Landmuseum "A Schiewesch". Das Museum bringt uns durch seine liebevoll eingerichteten 21 Räume mit ihrem Mobiliar, dem Hausrat sowie den landwirtschaftlichen Geräten die Lebensweise unserer Vorfahren näher. Für längere Aufenthalte steht eine Herberge für Gruppen sowie Ferienwohnungen zur Verfügung. Angegliedert ist ausserdem eine gemütliche Museumsgaststätte. Aus der Römerzeit stammen ganz andere wertvolle Funde, die bei Ausgrabungen im Jahre 1972 zu Tage gebracht wurden. Durch die Entdeckung eines ausgedehnten römischen Brandgräberfeldes wurde der Beweis erbracht, dass die Römer auch hier Siedlungen unterhielten. Die Beigaben aus den einzelnen Gräbern sind im Staatsmuseum zu besichtigen. In Maulusmühle (teilweise zur Gemeinde Weiswampach gehörend), einer kleinen Siedlung nahe Binsfeld, befindet sich ein Fliegerdenkmal aus dem 2ten Weltkrieg, wo Teile eines abgeschossenen Flugzeuges zu betrachten sind. |
|  | Breidfeld – 37 Einwohner Breidfeld ist mit seinen 37 Einwohnern das kleinste Dorf der Gemeinde Weiswampach. Die 20 Wohnhäuser sind recht gut erhaltene und grösstenteils renovierte aus dem 18ten resp. 19ten Jahrhundert stammende Bauernhäuser. Mittelpunkt der Ortschaft ist die um 1840 erbaute Kapelle gelegen an einer Strassenkreuzung. Sehenswert ist die besonders schöne Kommunionbank mit eleganten Konsolen und fein geschnitzten Rokokomotiven. Interessant ist auch der Mittelgang mit den Fliesen, die als Motiv zwei Pfaue mit Lebensbaum haben. Die Kapelle ist dem hl. Alfonsus geweiht. |
|   | Holler – 76 Einwohner Das Ortsbild von Holler wird geprägt von der kleinen, aber trotzdem wuchtig wirkenden römisch-gotischen Kirche aus dem 12ten Jahrhundert. Diese zählt zu den schönsten der Luxemburger Ardennen. Holler ist ein sehr altes Dorf. Eine erste Erwähnung von Holler findet man in einer Urkunde aus dem Jahre 893. Sehenswert sind die geschmackvoll restaurierten alten Bauernhäuser aus dem 17.-18. Jahrhundert. Dort, wo die Wemperbach aus einem breiten Tal kommend in ein waldumsäumtes, enges Wiesental fliesst, findet man die Hollermühle mit einem grossen Mühlenteich, wo früher das Getreide aus der Umgebung gemahlen wurde. |
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